Mittwoch, 31. Dezember 2014

Mein 2002

Eigentlich finde ich ja Stöckchen doof. Aber als ich bei Frau Brüllen "ihr" 1997 las, kam ich ins Grübeln. Eigentlich ist es ja doch eine spannende Sache. Jemand gibt mir eine Jahreszahl, und ich muss anhand von festen Stichpunkten MEIN Jahr beschreiben ...




Frau Brüllen teilte mir das Jahr 2002 zu. Ich brauchte die Hilfe meiner Fotoalben, sonst wäre mir fast nichts dazu eingefallen.

Wir feierten in dem Jahr einen 6. (Märchen-)Geburtstag und einen 8. (Detektiv-)Geburtstag, den Abschied aus dem Kindergarten und den Schulanfang vom Jüngsten, Gartenfeste mit den Nachbarn, Hochzeit von Freunden, Weihnachten mit Freunden. Es war ein meistens sehr schönes Jahr:

Alter: Ein bisschen 41, ab Ende Februar 42.

Beziehung: Tja. Einerseits immer noch bzw. wieder Rosenkrieg, steht mir noch Unterhalt vom Exgatten zu, nachdem ich seit dem 01.01.2001 einen neuen (den weltbesten) Partner hatte? Das Gericht sagte ja und ich nahm den mir vom Gericht noch begrenzt zugestandenen Unterhalt als Einmal- und letzte Zahlung an. Um nie wieder in diese blöde Gerichtssituation zu kommen, schaute während des Gerichtstermins in meine Glaskugel und stellte fest, dass ich zum einen volles Vertrauen in diese noch junge Beziehung hatte, aber vor allem auf mich selbst vertraute. Denn mit der Einmalzahlung akzeptierte ich auch, dass mein Ex ein für alle Mal aus der Unterhaltsverpflichtung für mich raus ist, egal was mit meiner Beziehung passiert.
Aber andererseits: mein Gefühl hat mich auch nicht getrogen, wir sind noch immer zusammen und immer noch sehr glücklich. "Beim nächsten Mann wird alles anders" hat sich bei mir bewahrheitet. Und die Kinder akzeptierten ihn ja auch sofort und ohne Vorbehalte.

Beruf:
Nachdem ich meinen Erziehungsurlaub vorzeitig beendet hatte (ich hatte mich zusammen mit einer anderen Mutter auf die ihr angebotenen Vollzeitstelle beworben, mit dem unschlagbaren Argument, dass unsere Kinder höchst unwahrscheinlicherweise gleichzeitig krank würden, und für die Urlaubszeiten würden wir uns abwechseln, also niemals ein Totalausfall) und 2 Tage die Woche in einer neuen Abteilung bei meinem alten Chef arbeitete, musste ich in diesem Jahr auf 50% aufstocken, da ich die Zusatzaufgabe in 2 Tagen die Woche unmöglich schaffen konnte. Man hatte mir eine neu gestickte Software in den Schoß geworfen - "trauen Sie sich zu, sich da einzuarbeiten und ihre Kollegen dann zu schulen?" und ich erstellte Schulungsunterlagen und schulte und testete und schulte und testete ....  Damit legte ich den Grundstein für meinen Ruf in der Firma, und ich schule und teste noch heute neben meiner normalen Sachbearbeitertätigkeit.

Musik:
Durch den wbP kam ich zum einen zurück zum Jazz, und das Jazz Open Air Festival in Hildesheim an Pfingsten ist wirklich super! BB & the Blues Shacks sind mein besonderer Favorit. Und ich lernte Pink Baxter kennen - Hildesheimer wissen, von wem ich rede. Und beim Konzert konnte ich ordentlich mitgrölen!
Haare:
Immer noch kurz (die ganze Familie trug kurz), mit der Tendenz länger zu werden. Außerdem immer wieder mal rot getönt.

Sport
Umpf. Damals nurmehr zahlendes Mitglied im Fitnesscenter, schließlich hatte ich keinen Grund mehr, mein Zuhause zu meiden. Aber mein schlechtes Gewissen wegen des fehlenden Sports!!!!!

Aufenthaltort: 
Noch immer und auch weiterhin in der schönen Dreizimmerwohnung mit dem riesigen Gartengelände hinter dem Mietshaus. Der wbP wohnte damals in der Wohnung unter uns, verbrachte aber die meiste Zeit bei uns oben. Wir waren viel unterwegs: Osterferien in Blovand in Dänemark, zum Familienfest zum 40. Firmenjubiläum, im Zoo in Hannover. In den Sommerferien in Garmisch und am Chiemsee, den wir zum Glück noch knapp vor der großen Flut, aber schon im strömenden Regen verließen. Zur Hochzeit von guten Freunden für ein langes Wochenende nach Schwerin. In den Herbstferien ohne die Kinder nach Spiekeroog.

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